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Fünf Tage isoliert – Unser Walk durch den Abel Tasman Nationalpark

14/01/2020

Unser Great Walk im Abel Tasman National Park.

Bevor wir nach Neuseeland gekommen sind, haben wir immerwieder von den Great Walks gehört. Sogar in unserem Bildband „Wanderlust“ von dem Autor Cam Honan (große Empfehlung!), der im Flur auf unserer Kommode liegt, wird von einem der Great Walks berichtet. 

Sieben Wochen, zwei Inseln und ein Auto mit Dachzelt. Das waren die Fakten. Wir wollten die neuseeländischen Sommerferien nutzen, um Neuseeland kennenzulernen. Das ganze Neuseeland. Ein Roadtrip mit Etappen sollte es werden. Möglichst viel sehen, aber vor allem möglichst viel erleben. Erleben bedeutet für uns dabei, Zeit zu nehmen. Orte und Menschen kennenlernen, und das nicht nur im Vorbeifahren.

Ein Abenteuer, eine Challenge – etwas, das uns herausfordert, sollte auch dabei sein. Und da erinnerte ich mich wieder an die Great Walks. Der bekannteste Great Walk ist vermutlich der Kepler Track. Klar, liegt ja auch bei Milford Sound, einem der bekanntesten Orte in Neuseeland. Okay, machen wir diesen Walk. Die Bilder im Internet sehen atemberaubend aus. Über das DOC, Department of Conservation, lassen sich die Great Walks buchen. Es gibt davon genau sieben in Neuseeland. Alle Walks haben eine länge ca. 60 Kilometer. Auf dem Weg entlang sind sie mit Hütten und Campingplätzen ausgestattet. Klasse, denken wir. Die Ausrüstung haben wir zum größten Teil ja bereits mit dem Auto gekauft. Da wir es einer Backpackerin abgekauft hatten, waren Schlafsäcke, Iso-Matten, Kocher etc. mit in der Ausstattung dabei. Wir wollen also buchen und stellen fest: ausgebucht. Na klar, wie blöd von uns zu denken, dass einen Monat vor den großen Sommerferien das vermutlich meist gebuchte Ausflugsziel Neuseelands noch Kapazitäten hat. Sowohl Touristen als auch die Neuseeländer selbst, reißen sich um die Schlafplätze, die deshalb meistens schon viele Monate vorher ausgebucht sind. Wir schauen also weiter und rutschen mit dem Finger auf der Landkarte nördlicher. Nördlicher bedeutet, wir rücken näher an den Äquator, es wird im Umkehrschluss also wärmer. Und so kommen wir auf den Abel Tasman Nationalpark. Ein Küstenwanderweg, dessen Strände nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar sind. Auch dieser Walk ist fast ausgebucht. Die einzige Chance auf freie Schlafplätze bietet sich über Weihnachten. Wir buchen. Weihnachten an einem einsamen Strand, zusammen mit anderen Reisenden, warum nicht? Unser Equipment war soweit vollständig. Das einzige, was wir noch brauchten, waren zwei große Rücksäcke für Mehrtageswanderungen. Kurz recherchiert, finden wir in Nelson (der Stadt in der wir zuvor sind) jemanden, der Wanderausrüstung verleiht. Check. 

Das packen der Rucksäcke hat gut funktioniert. Wir haben im Internet nach Tipps recherchiert, wie man das Gewicht im Rucksack am besten verteilt. Aber am Ende, müssen wir es auch tragen. Und das war hart! Das meiste Gewicht hatten wohl unser Zelt und die Lebensmittel. Immerhin mussten wir für fünf Tage Nahrung einplanen. Alles eine Frage des Trainings, sagen wir uns. Wir haben Hoffnung, dass die Rucksäcke von Tag zu Tag leichter werden.

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